Im August 2025 sorgten zwei Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Belgien in der LKH Arena für das erste Lüneburger Volleyball-Highlight der laufenden Saison. Neben dem emotionalen Erlebnis für die Zuschauer hat das erste DVV-Gastspiel in Lüneburg auch Spuren im Volleyball der Region hinterlassen: Mit einem Teil des Pfandspenden-Erlöses der Fans konnte sich die junge Nachwuchsabteilung des TSV Adendorf einen Ballfangkorb anschaffen.
“Wir freuen uns bei jedem Heimspiel unserer LüneHünen darüber, dass die Fans mit ihrer Pfandbecher-Spende den SVG-Nachwuchs in der Spielgemeinschaft unterstützen. Das Länderspiel wollten wir zum Anlass nehmen, diese Unterstützung auch in den regionalen Volleyball-Boom rund um die SVG fließen zu lassen”, beschreibt Stefan Großmann, bei der SVG verantwortlich für Presse und Marketing, die Idee.
Denn der deutschlandweite Volleyball-Aufschwung ist auch in unserer Region messbar. Nicht nur bei der SVG, sondern auch den Vereinen in der Region wollen sich immer mehr Kinder und Jugendliche am Netz beweisen. Auch in Adendorf merkt man das: “Volleyball hatten wir schon immer – aber noch keine Jugendsparte. Für uns ist es schön, ein neues zusätzliches Angebot für Jugendliche zu haben”, sagt Matthias Noack, Geschäftsführer des TSV. Seit Herbst 2024 finden jetzt auch junge Spieler eine Volleyball-Heimat in Adendorf. “Volleyball boomt einfach so unglaublich, dass wir da auch nochmal Hallenzeiten dafür freigeschraubt haben”, ergänzt Noack.
Schnell war klar, wo das Geld gut angelegt ist
Für die zusätzlichen Mittel durch die Pfandspenden der Länderspiel-Zuschauer war schnell ein guter Zweck zur Hand. “Unsere beiden Trainer Sara und Stefan sind total motiviert, bieten ein Training auf einem sehr guten Niveau. Und sie haben auch gleich gesagt, was uns von diesem Geld noch einmal richtig voranbringt.” Es wurde ein Ballfangkorb, auch als Zuspielkorb bekannt. Der Ehrenpräsident des TSV, Jürgen Fechner, packte auf den Länderspiel-Erlös spontan noch etwas drauf. Das Ergebnis: “Wir haben einen Ballcatcher genommen, der von der Qualität ein bisschen besser ist – davon haben wir noch Jahrzehnte etwas”, freut sich Sara Gross lachend.
Gross und Trainerkollege Stefan Schuhart trainieren vor allem den weiblichen U16-Nachwuchs. “Wir haben mit puren Anfängern ohne Volleyballerfahrung begonnen, jetzt bereiten wir sie auf Wettkämpfe vor”, beschreibt Trainerin Sara die Entwicklung. Und genau dafür ist das neue Ausrüstungselement ein Schritt nach vorn: “Es ist einfach super, weil man damit ein Ziel hat, wo man hinspielen soll. Entweder steht er in der Mitte, um zu lernen, dass der Ball eine bestimmte Flugkurve und eine gewisse Höhe haben muss, aus der dann auch der Zuspieler spielen kann. Oder eben für den Zuspieler, wenn er auf Außen oder auf Diagonal steht, dass er weiß, wo sein Ziel ist. Das ist einfach ein Riesenvorteil als Orientierung. Denn unsere Spielerinnen wissen noch nicht genau, wie sie anlaufen und wo sie abschlagen sollen”, beschreibt Gross.
Auch das Mixed-Team des TSV profitiert vom Zuspielkorb, der in Adendorf für lange Zeit ein Baustein für noch mehr Volleyball-Boom bleiben wird – dank Länderspiel und den Spenden der Zuschauer.
Text und Foto: Copyright by Stefan Grossmann (SVG)
