Takeaway: Der Vereinspokal Niedersachsen gehört zu den größten und emotionalsten Wettbewerben im Landesverband. Hunderte Teams treten im K.-o.-Modus gegeneinander an – jede Runde ein Endspiel, jede Partie ein echtes Highlight.
Für den TSV Adendorf wurde der Wettbewerb 2026 zu einer besonderen Erfolgsgeschichte: Erstmals erreichte die H00‑Mannschaft das Finale der Nebenrunde – und traf dort auf den klaren Favoriten TC Hilter, der zuvor in allen Runden kein einziges Match verloren hatte und regelrecht durchmarschiert war.
🌧️ Anreise & Rahmenbedingungen
Der Spieltermin war eine echte Herausforderung: Mittwoch, 18:00 Uhr, auswärts beim TC Hilter – rund 3 Stunden Fahrt pro Strecke, mitten unter der Woche.
Zum Glück stellte der TSV Adendorf eines seiner Vereinsfahrzeuge bereit, was die lange Tour überhaupt erst möglich machte. Die Stimmung war trotzdem überragend: Jeder wollte dabei sein, denn ein Finale im Vereinspokal erlebt man nicht alle Tage.
Vor Ort dann die Ernüchterung: Dauerregen, komplett unspielbare Plätze.
Hilter aber löste das Problem und organisierte kurzfristig drei Plätze in der Granulathalle des Tennis Park Versmold e.V. (ca. 20 Minuten entfernt).
Und diese Anlage war ein echtes Highlight: extrem professionell, top gepflegt, riesig – und mit beeindruckender Historie, denn Versmold spielte im Herrenbereich noch vor wenigen Jahren in der 1. Bundesliga. Ein würdiger Ort für ein Finale.
Der sportliche Verlauf
Einzel 1 – TSV Adendorf verliert knapp im Match‑Tiebreak
Torge Fischer‑Wasels (LK 19,7) zeigte gegen Daniel Reuter (LK 15,6) ein intensives und hochklassiges Match.
Nach starkem ersten Satz ging es am Ende in den Match‑Tiebreak, in dem Torge nur hauchdünn unterlag. Damit ging Hilter 1:0 in Führung.
Einzel 2 – TSV Adendorf gleicht aus
Hendrik Soetbeer (LK 18,4) spielte gegen Florian Funke (LK 15,2) ein taktisch herausragendes Match.
Mit viel Ruhe, klarem Plan und starken Rallys holte Hendrik den Punkt für Adendorf und stellte auf 1:1.
Doppel – Entscheidung zugunsten Hilter
Hier sollte Adendorfs große Stärke zum Tragen kommen:
Martin Quickert (LK 14,6) / Stefan Detmering (LK 18,6) – eines der best eingespielten Doppel des Vereins, mit einer herausragenden Saisonbilanz von 8:1 (90 % Siegquote) vor dem Finale.
Die Gegner André Werth / Jürgen Peters hatten zwar „nur“ LK 19, spielten aber ein bärenstarkes, extrem eingespieltes Doppel, das man so nicht jeden Tag sieht.
In vielen engen Spielen zeigte Adendorf Top‑Niveau, doch am Ende nutzte Hilter seine Routine aus mehreren Finalteilnahmen und setzte sich knapp durch.
Endstand: 1:2
Hilter gewinnt damit verdient, aber nur hauchdünn, und zieht als Sieger Nord ins Niedersachsen‑Finale gegen den Sieger Süd ein.
Statement von Mannschaftsführer Martin Quickert
„Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten. Drei Stunden Anreise, Regen, Hallenwechsel – und trotzdem liefern wir ein Finale ab, das zeigt, wie viel Herz in dieser Mannschaft steckt. Wir waren nah dran an der Überraschung. Ich bin stolz auf jeden Einzelnen, der heute für Adendorf auf dem Platz stand.“
